von der Allianzmission (http://allianz-mission.de)
Das Land Tadschikistan ist das kleinste und ärmste Land aus dem ehemaligen Sowjetstaatenbund. Es liegt im Süden Zentralasiens mit Grenzen zu Afghanistan, China, Kirgisien und Usbekistan. Das wunderschöne Bergland ist den meisten Europäern wegen seiner schneebedeckten 7000 bis 8000 Meter hohen Gipfel im Pamir- und anderen Gebirgen bekannt. Zur landwirtschaftlichen Nutzung steht nur ein relativ kleiner Raum in den fruchtbaren Ebenen und auf den Hochplateaus zur Verfügung.
Die Bevölkerung
Die meisten der mind. 6 Millionen Einwohner sind Tadschiken oder zählen zu anderen zentralasiatischen Völkern (wie Usbeken, Kirgisen, Turkmenen usw.). Nach der Perestroika sind die Deutschstämmigen fast ganz ausgewandert; die Auswanderungswelle unter den Russen hält nach wie vor an, da die wirtschaftliche und politische Lage instabil ist - viele Menschen haben das Land schon während des Bürgerkrieges verlassen.
Die Tadschiken sind ein auffällig freundliches Volk von iranischer Abstammung. Ihre Sprache ist mit dem Persisch = Farsi eng verwandt, denn bis zum frühen Mittelalter gehörte das Land zum persischen Großreich. Man sagt, dass als Folge des Bürgerkrieges noch viele Tadschiken in den verschiedenen Nachbarländern leben.
Die Religionen
Obwohl die neue, nach westlichem Vorbild geschaffene Verfassung absolute Religionsfreiheit zusichert, gilt Tadschikistan als ein islamisches Land.
Bedauerlicherweise kämpft eine islamisch-fundamentalistische Minderheit gegen die demokratisch gewählte Regierung, die darin von Teilen der Sowjetarmee („Friedenstruppe“) unterstützt wird.
Der Anteil der Christen im Lande ist sehr gering, da die erste Evangelisationstätigkeit erst nach der Perestroika begann und das Land in der bisherigen Missions-geschichte „vergessen“ wurde. Höchstens 0,05 % der Gesamtbevölkerung sind Christen.
Die Familie
Ursprünglich lebten die Tadschiken in Großfamilien in ländlich geprägten Strukturen. Die Söhne zogen mit ihren Frauen in den Sippenverbund, wo Alte und Junge in einer Dienst- und Lebensgemeinschaft mit Ackerbau und Kleinviehzucht den Lebensunterhalt gemeinsam erwirtschafteten. Es bedurfte großer Anstrengungen, um dem trockenen Boden in heißen Sommern genug Ertrag abzuringen, damit die Versorgung der Großfamilien für die langen, kalten Winter ausreichte.
Vieles hat sich in den 70 Jahren Sowjetherrschaft verändert. Auch die Großfamilienstrukturen sind nur noch auf dem Lande existent. Die größeren Städte haben mehr und mehr das Gesicht typischer moderner Sowjetstädte angenommen.
Die Missionsarbeit
Unsere Partner im Lande bemühen sich mit unserer Unterstützung darum, missionarische Möglichkeiten so gut es geht mit einem interkulturellen einheimischen Team zu nutzen. Dabei stellt die Armut weiter Bevölkerungsteile eine besondere Herausforderung zum sozialen Handeln für uns dar. Evangelisation und humanitäre Hilfe gehen dabei Hand in Hand und erstrecken sich auf die unterschiedlichsten Bereiche:
- Evangelisation und Gemeindegründung in Städten und Dörfern
- Waisen-, Kinderheim- und Internatsunterstützung
- Behindertenbetreuung und -versorgung
- Jugend- und Teenager- Förderung
- Literaturarbeit in verschiedenen Sprachen
- Film- und Videoarbeit, Produktion und Verleih
- Hilfsaktionen in Krankenhäusern, Altenheimen, etc.
- Katastrophenhilfsaktionen bei Überschwemmung, Erdrutsch und anderen Naturkatastrophen
- Medikamentenhilfe und vieles andere mehr!
„Kinderhilfsfonds der AM“
Seit einigen Jahren versorgen wir über dieses spezielle Projekt viele Kinder im Land in Pflegefamilien, Waisen- und Kinderheimen etc.
Kinder-Weihnachts-Überraschung
Seit über 10 Jahren gehört diese besondere Aktion zum alljährlichen Programm des „Kinderhilfsfonds“ der AM.
10 Tausend und mehr Kinder erhalten im Rahmen gut gestalteter Advents- und Weihnachtsfeiern einen kleinen Beutel mit Leckereien. – Ein kleines Geschenk der Liebe.
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