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Ein 'Apostel Paulus' für Afghanistan - Er überschlug die Kosten für Christus

2. Teil

Aus dem Buch „More to be Desired than Gold“, True Stories told by Christy Wilson, ISBN 0-9640910-1-1

Die Zerstörung des Kirchengebäudes in Kabul

Die muslimische Regierung plante, das Gebäude der christlichen Kirche in Kabul zu zerstören, nachdem sie vorher die Genehmigung gegeben hatte, es zu bauen. Als die Truppen ankamen und damit begannen, die Mauer zwischen der Straße und dem Kirchengrundstück niederzureißen, ging ein deutscher christlicher Geschäftsmann, Hans Mohr - der jedes Jahr einen Großteil des in Afghanistan gewonnenen Halbedelsteines Lapislazuli aufkaufte - zum Bürgermeister von Kabul, um zu sehen, ob er ihn dazu bewegen könne, die Anweisung, die er gegeben hatte, zurückzunehmen. Der Bürgermeister war in Deutschland ausgebildet worden. Herr Mohr sagte zu ihm: "Wenn Ihre Regierung dieses Gotteshaus anrührt, wird Gott sie stürzen." Dies erwies sich als eine prophetische Aussage.

Der Bürgermeister schickte dann einen Brief an die Gemeinde, in dem er anordnete, die Kirche zu übereignen, damit sie zerstört werden könne. Auf diese Weise würde die Regierung keine Entschädigung zahlen müssen. Die Gemeinde antwortete, dass sie die Kirche niemandem geben könne, weil sie nicht ihr gehöre. Sie sei Gott geweiht worden. Sie fügte noch hinzu, dass im Fall der Übernahme und Zerstörung sich die Beamten vor Gott würden verantworten müssen. Dann wurden Soldaten, Polizisten, Arbeiter und Planierraupen geschickt, um die Kirche niederzureißen. Anstatt dass sich die Gemeinde ihnen entgegenstellte, bot sie Tee und Gebäck an. Christen in aller Welt beteten, und viele schrieben Briefe an die afghanischen Botschaften in verschiedenen Ländern. Billy Graham und andere christliche Leiter unterzeichneten eine Erklärung der Besorgnis, die sie an König Zahir Shah sandten.

Die afghanische Regierung erhielt einen Bericht der Geheimpolizei, dass es in Afghanistan eine Untergrundkirche gebe. Weil sie diesen Ausdruck nicht verstanden, gruben sie mehr als drei Meter tiefer als das Fundament und suchten die Untergrundkirche.

Am 17. Juli 1973 hatten die Muslime das Kirchengebäude restlos zerstört und beendeten das Ausgraben der Fundamente. In derselben Nacht wurde die afghanische Regierung durch einen Putsch gestürzt! Die Afghanen, die schnell dabei sind, in Ereignissen ein Omen zu sehen, sagten, dass Jesus Christus vom Himmel herabkam und die Regierung stürzte, weil diese Seine Gemeinde angegriffen hatte.

Seit 227 Jahren war Afghanistan eine Monarchie gewesen. In dieser Nacht wurde es unter Präsident Daoud zur Republik. 1978 wurde die Republik durch einen Putsch der Kommunisten gestürzt, dem die russische Invasion kurz nach Weihnachten im Jahr 1979 folgte. Millionen von Afghanen mussten als Flüchtlinge ihr Land verlassen. Einer davon sagte mir: "Während der ganzen Zeit, nachdem die Regierung diese christliche Kirche zerstört hatte, hat Gott unser Land gerichtet."

Unter den Kommunisten wurde das Blindeninstitut in Kabul wieder eröffnet und Paulus' Leitung anvertraut. Er leistete gute Arbeit, es neu zu organisieren. Außerdem erlangte er ein Diplom in Pädagogik an der Universität Kabul, indem er das erste Kurzschrift-System für Blindenschrift in Dari entwickelte.

Weil er seinen Dienst als Beamter unter dem kommunistischen Regime versah, wurde er unter Druck gesetzt, der Partei beizutreten. Aber er weigerte sich. Ein Beamter sagte ihm, wenn er nicht beitrete, könne er getötet werden. Er antwortete, dass er sich nicht davor fürchte, weil er bereit sei zu sterben. Darauf fragte er den Kommunisten, ob dieser auf das Sterben vorbereitet sei.

Schließlich wurde Paulus unter falschen Anschuldigungen verhaftet und in das Gefängnis für politische Häftlinge Puli Charkhi außerhalb Kabuls gebracht, wo Zehntausende hingerichtet wurden. Es gab keine Heizung im Gefängnis, um die Gefangenen vor dem kalten Winterwetter zu schützen. Er musste auf dem gefrierenden schlammigen Boden schlafen und hatte nur seinen Mantel. Ein Gefangener neben ihm zitterte vor Kälte, weil er nicht einmal eine Jacke hatte. Paulus wusste, dass Johannes der Täufer gesagt hatte: „Wer zwei Mäntel hat, gebe dem einen, der keinen hat.“ (Lk 3,11) Aber er zog seinen einzigen Mantel aus und gab ihn seinem Nachbarn. Von da an hielt der Herr ihn auf wunderbare Weise jede Nacht warm. Er schlief, als ob er eine Steppdecke über sich habe.

Im Gefängnis versuchten die Kommunisten, mit Elektroschocks Gehirnwäsche bei Paulus durchzuführen. Die Elektroden hinterließen Brandnarben an seinem Kopf. Aber sie konnten mit dieser grausamen psychologischen Behandlung, die das Ziel hatte, seinen Verstand zu zerstören, nicht Paulus' Geist brechen. Er bekam dann eine Gelegenheit, im Gefängnis Russisch zu lernen. Auch diese Sprache meisterte er. Endlich, im Dezember 1985, ließen ihn die Kommunisten frei.

Nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis las Paulus in seiner englischen Braille-Bibel in 1. Mose 12,1-3: Der Herr sprach zu Abram: 'Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich ... will dich segnen ... und du sollst ein Segen sein.' Paulus hatte den Eindruck, dass Gott ihn rief, Afghanistan zu verlassen und als Missionar nach Pakistan zu gehen. Deshalb nahm er mit einem Freund Kontakt auf, der ein blinder Bettler war. Dann kleidete er sich in Lumpen. Auf ihrem Weg aus dem Land hinaus ließ er seinen Freund alle Gespräche führen. So gelang es ihnen, durch die sowjetischen Kontrollen entlang der Hauptstraße aus Kabul zu kommen. Sie brauchten 12 Tage für die 150 Meilen zum Khyber-Pass und weiter nach Pakistan hinein.

Nach seiner Ankunft in Peschawar tippte er uns einen wunderbaren Brief, in dem er mitteilte, dass er heil dort angekommen sei. Ich antwortete ihm und lud ihn ein, an das Gorden Conwell-Seminar für Theologie zu kommen, um Hebräisch zu lernen. Er arbeitete nämlich gerade an einer Übersetzung des Alten Testaments in Dari. Er erwiderte, dass er gern kommen würde, dass er aber unter den Afghanen und Pakistanis zu viel zu tun habe.

Paulus' Frau und ihre drei Töchter kamen zu ihm nach Pakistan, wo er begann, Schulen für Blinde in den Flüchtlingslagern einzurichten. Er lernte auch Urdu und predigte in den Gemeinden in Pakistan. Dann schrieb er ein Buch mit biblischen Geschichten für Kinder in Dari.

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