
Während unsere deutschen Truppen in Afghanistan gegen die Taliban kämpfen, um die wertvolle Demokratie im Westen zu schützen und vielleicht auch den internationalen Terrorismus zu bekämpfen, denken nur wenige über die unerreichten Völker , die dort und auch in den benachbarten Ländern leben. Ich möchte heute auf die afghanische Tadschiken aufmerksam machen, die wegen dem Krieg teilweise nach Pakistan und Tadschikistan geflohen sind.Die meisten afghanischen Tadschiken sind Bauern oder Viehhüter. Die Bauern pflanzen Baumwolle, Gerste, Weizen und andere Getreidesorten an. Sie leben in kleinen Dörfern, deren Häuser aus Lehm oder Stein mit Flachdächern gebaut sind. Viele dieser Dorfbewohner führen ein halbnomadisches Dasein. Im Winter bleiben sie in den Dörfern; im Sommer dagegen gehen sie mit ihren Herden in die Berge. Ein paar Tadschiken leben in Großstädten und arbeiten als Händler oder als hochqualifizierte Handwerker oder Facharbeiter.
Die Männer dieser Volksgruppe tragen wie einst Turbane oder bunt gestickte Mützen. Die Frauen verschleiern sich nicht wie die moslemischen Frauen, sondern tragen Kopftücher. Die Frauen in der Stadt tragen normalerweise sackartige Kleider, die sie von Kopf bis Fuß bedecken. Die Tadschiken sind stolz auf ihr ethnisches Erbe. Ihr indogermanisches Aussehen und ihre Sprache sind ganz anders als die der anderen ethnischen Gruppen in Zentralasien. Die Tadschiken halten fest an ihren Traditionen. Sie benutzen dazu die Folklore, um ihre Bräuche und ihre Kultur an die nächste Generation weiterzugeben. Tadschikische Familien sind im allgemeinen sehr groß, es gibt gewöhnlich sieben bis acht Kinder. Die Ehen werden immer noch von den Eltern arrangiert und die Hochzeiten werden in ihrer traditionellen Art und Weise durchgeführt.
Was glauben sie?
Die Tadschiken sind zu 99 % Muslime. Die meisten von ihnen sind Sunniten, die den Hanafiten angehören und es gibt auch ein paar Schiiten unter ihnen. Die sunnitischen Muslime sind viel gesetzlicher in ihrem Glauben als die Schiiten, die an den freien Willen des Menschen glauben.
Der Islam durchdringt das ganze Leben der Tadschiken und bestimmt viele Details in ihrem Alltag, beispielsweise die Ernährung, oder Benehmen und Kleidung der Frauen. Sie halten auch islamische Rituale ein, die mit Geburt, Pubertät, Heirat und Tod zusammenhängen. Fünf Mal am Tag beten sie treu die festgelegten Gebete in Richtung Mekka, der heiligen Stadt der Muslime. Zusätzlich zu ihrem islamischen Glauben praktizieren viele Tadschiken Spiritismus und Zauberei und tragen Amulette.
Was sind ihre Bedürfnisse?
Die Mehrzahl der afghanischen Tadschiken, die in Pakistan wohnen, haben schwerwiegende physische Nöte. Sie leiden unter sehr schlechten hygienischen Zuständen und das Wasser ist oft von mangelhafter Qualität. Außerdem sind sie zu 90 % Analphabeten. Die meisten Tadschiken möchten gerne in ihre Heimat zurückkehren, aber die Lage in vielen Teilen Afghanistans machen ihre Rückkehr schwierig und erst langsam stabilisiert sich die Lage. Ihr Land ist übersät mit Millionen von Landminen und viele der Dörfer sind durch die jahrzehntelangen Kämpfe zerstört worden. Weil diese Menschen so tief im Islam verwurzelt sind, ist es sehr schwer, sie mit dem Evangelium zu erreichen. Neubekehrte Christen werden für gewöhnlich aus ihrem Familienverband ausgestoßen. Aus diesem Grund gibt es so gut wie keine Christen unter den mehr als eine Million afghanischen Tadschiken. Das Neue Testament ist schon in ihrer Sprache verfügbar und das Alte Testament wird auch bald fertiggestellt sein. Da die meisten der Tadschiken Analphabeten sind, kann die Bibel nur begrenzt eingesetzt werden.
Gebetsanliegen
- dass der Herr der Ernte Arbeiter nach Pakistan aussendet, die dieser Bevölkerung das Evangelium bringen.
- dass der Heilige Geist Weisheit und Gunst für die Missionsgesellschaften bringt, die unter den Tadschiken arbeiten.
- dass Gott die christlichen Radiobotschaften salbt, die in ihrem Gebiet ausgestrahlt werden.
- dass Gott sich selbst den Tadschiken durch Träume und Visionen offenbart.
- dass Gott den Gläubigen unter den Tadschiken Kühnheit gibt, das Evangelium an ihr eigenes Volk weiterzugeben.
- dass die geistlichen Mächte und Kräfte, die die Tadschiken seit vielen Generationen gefangen halten, im Namen Jesu zerbrochen werden.
- dass Gott Gebetsteams beruft, die vor Gott durch Lobpreis und Fürbitte für dieses Volk einstehen.
- dass sich die Lage in Afghanistan stabilisiert und die Tadschiken zurückkehren können.
- dass der Herr starke einheimische Gemeinden unter den afghanischen Tadschiken aufrichtet, die seinen Namen verherrlichen.
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