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Parzany an Christen: Ladet Muslime ein!

Bielefeld (idea) - Der Leiter der evangelistischen Aktion „ProChrist“, Ulrich Parzany (Kassel), hat sich für mehr private Kontakte zwischen Christen und Muslimen ausgesprochen.
Er sei „erschüttert“, dass Muslime selten von christlichen Familien eingeladen würden. Gelebte Gastfreundschaft sei wichtig, damit sich eine „Kultur des Miteinanders“ in Deutschland entwickeln könne, sagte der Evangelist bei einer Pressekonferenz am 20. März in Bielefeld. Anlass ist eine regionale ProChrist-Veranstaltungsreihe vom 18. bis 25. März. Parzany ist der Hauptredner. Um ausländische Mitbürger für den Glauben zu interessieren, werden seine Vorträge in sechs Sprachen simultan übersetzt. Zum Dialog mit Muslimen sagte Parzany vor Journalisten weiter: „Muslime reden respektvoll mit einem, wenn man selbst seinen Glauben ernstnimmt.“ Er forderte bibelfeste Christen auf, auch den Koran zu lesen. Dann könnten sie im Dialog mit Muslimen überzeugend ihren Glauben vertreten und beispielsweise auf das Gottesbild der Muslime genauer eingehen. Zum Auftakt von ProChrist Bielefeld waren am 18. März rund 3.000 Besucher in die Seidensticker-Halle gekommen. Am Tag darauf lag die Besucherzahl bei etwa 1.600. Dies sei der „berühmte Montagsknick“, sagte Parzany. Er geht davon aus, dass die Beteiligung im Laufe der Woche wachsen wird. Ziel des Trägerkreises von ProChrist Bielefeld, dass möglichst viele Besucher im Anschluss an die Veranstaltungsreihe den Weg in die Gemeinden finden. Dazu soll es Glaubenskurse geben. „18 Gemeinden stehen bereits in den Startlöchern und planen solche Kurse“, sagte der Vorsitzende des Trägerkreises, Pastor Edwin Schulz. Parzany ergänzte: „Wir haben festgestellt, dass nach Glaubenskursen in Gemeinden nach einem Jahr noch 90 Prozent der Teilnehmer dort verwurzelt sind.“ Sie wollten mit ihren persönlichen Nöten ernstgenommen werden.

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