Astana/Lake Forest (idea) – In Kasachstan haben
infolge eines neuen Religionsgesetzes hunderte religiöse Gruppen ihre
staatliche Anerkennung verloren.
Das berichtet der Informationsdienst Assist
(Lake Forest, US-Bundesstaat Kalifornien). Unter den insgesamt 579
betroffenen Gruppierungen, die ihre offizielle Registrierung jetzt
verloren, seien auch baptistische Gemeinden und solche der
Siebenten-Tages-Adventisten. Die neuen Regelungen sehen vor, dass
religiöse Gruppen, die sich registrieren lassen möchten, mindestens 50
Mitglieder haben müssen. Ein Behördensprecher erklärte, dass staatliche
Mitarbeiter Gemeinden künftig regelmäßig besuchen und auf deren
Mitgliederzahl und Aktivitäten überprüfen würden. Der Leiter des
Ministeriums für religiöse Angelegenheiten, Kairat Lama Sharif, sagte,
er gehe davon aus, dass die Zahl der registrierten Gemeinden infolge
dessen noch weiter zurückgehen werde. Dies sei jedoch „eine positive
Dynamik in der Systematisierung religiöser Vereinigungen“. In der
früheren Sowjetrepublik sind rund 70 Prozent der 15,5 Millionen
Einwohner Muslime und 26 Prozent Christen.
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