Schon wieder geschlagen! Alexanders Rücken tat furchtbar weh, nach den Bestrafungsmaßnahmen seines römischen Besitzers. Als Haushaltssklave hatte er keine Rechte besser behandelt zu werden—sein Herr durfte mit ihm machen, was ihm gefiel. Aber diese Reaktion hatte Alexander durcheinander gebracht. Nur ein paar Monate zuvor wurde er genauso geschlagen, weil er Geld von seinem Herrn geklaut hatte.
Dieses Mal aber wurde er bestraft, nur weil er in die Gemeinde gehen wollte. Durch das Zeugnis eines anderen Mitsklaven hörte er von Jesus und kurz danach gab Alexander ihm sein Leben. Jetzt wollte er von ganzem Herzen Jesus dienen und nur Gottes Wille tun. Wenn aber diese Entscheidung weiter so mit gewaltigem Widerstand beantwortet werden würde, war er unsicher, ob er weiter glauben sollte. Wo könnte er
Perspektive bekommen, wie er mit „ungerechtem" Leiden umgehen soll?
In den frühen 60er Jahren nach Christus, schrieb der Apostel Petrus einen Brief, der diese spezifische Frage beantwortete. Während seines Aufenthalts in Rom, hörte Petrus von Berichten aus verschiedenen Gemeinden in Kleinasien, dass Christen oft wegen ihres Glaubens leiden mussten, obwohl sie nur versuchten, Gottes Willen zu
befolgen. Manchmal wurde der Widerstand in Gewalt ausgedrückt, wie im Erlebnis unseres fiktiven Sklaven. Aber oft erschien er in subtileren Formen: wie z.B. durch Lästerung und die Ablehnung durch die Familie, Kollegen und anderen aus ihrem sozialen Kreis. Wie sprach Petrus das „ungerechte" Leiden in den Gemeinden an, und was können wir heute davon lernen? Sein Hauptgedanke im 1. Petrusbrief ist es, Jesus als das Vorbild im Leiden darzustellen, besonders in seinem Tod am Kreuz. In dieser kleinen Meditation wollen wir vier Prinzipien ansehen, die die ersten Leser des Briefes und auch wir in solchen Situationen umsetzen können.
Erstens, fordert Petrus seine Leser auf, wie Jesus niemals zu leiden, weil sie etwas Böses gemacht haben, sondern nur weil sie Gottes Willen („Gutestun") tun (2,22; 3,14-17. 4,14-16). Petrus macht deutlich, dass nur solches Leiden Gott gefallen kann (2,20). Zweitens, fordert Petrus seine Leser auf, wie Jesus niemals in ihrem Leiden zu sündigen. Als Jesus am Kreuz hing, hat er nicht versucht Böses mit Bösem zu vergelten (2,23), sondern er hat sich selbst Gott anvertraut und wartete auf Gottes gerechtes Gericht. Petrus' Argumentation ist klar, wenn der Sohn Gottes, dessen Recht es ist Menschen zu richten, in seinem eigenen Leiden darauf verzichtet,
wie können Christen sich das Recht heraus nehmen, selbst Rache zu üben? Drittens fordert Petrus seine Leser auf, wie auch Jesus, Gott ihr Leben zur Verfügung zu stellen, um Gottes Heil zu bewirken. In seinem Tod hat Jesus sich als das unschuldige Lamm Gottes für die Sünden der Menschen geopfert (1,17-18; 2,24a). Da er bereit war als Gerechter zu leiden, war es möglich für Menschen zu Gott zu kommen
(3,18). Obwohl Jesu Tat einmalig war, meint Petrus, dass die Gläubigen durch ihre Bereitschaft als Unschuldige zu leiden, auch immer die Möglichkeit haben, dadurch ihre Beziehung zu Gott und die Hoffnung die sie auf ihn setzen zu bezeugen (3,1.15-16). Viertens fordert Petrus seine Leser auf, wie Christus, in jeder Leidenssituation eine Ewigkeitsperspektive zu behalten. Christus hat vor seiner Verherrlichung gelitten. Ebenso, benutzt Gott Leidenssituationen im Leben jedes Gläubigen um ihren Glauben zu prüfen, damit er Teil an der eschatologischen Freude haben kann (1,6-7; 4,12-13).
An dieser Stelle sollten wir erkennen, dass Petrus Botschaft im 1.Petrus, die an Christen, die „ungerechtes" Leiden erfahren geschrieben war, nicht nur für sie bestimmt ist, sondern auch uns zugedacht ist. Jesus als Vorbild im Leiden bleibt auch für uns heute sehr aktuell. Mögen wir den Mut haben, in jeder Leidenssituation fest in unserem Glauben zu bleiben, indem wir auf unseren Herrn schauen und aus der Kraft des Heiligen Geistes leben.
(Dr. Markus Klausli, Dozent für NT an der AWM in Korntal)
Dieses Mal aber wurde er bestraft, nur weil er in die Gemeinde gehen wollte. Durch das Zeugnis eines anderen Mitsklaven hörte er von Jesus und kurz danach gab Alexander ihm sein Leben. Jetzt wollte er von ganzem Herzen Jesus dienen und nur Gottes Wille tun. Wenn aber diese Entscheidung weiter so mit gewaltigem Widerstand beantwortet werden würde, war er unsicher, ob er weiter glauben sollte. Wo könnte er
Perspektive bekommen, wie er mit „ungerechtem" Leiden umgehen soll?
In den frühen 60er Jahren nach Christus, schrieb der Apostel Petrus einen Brief, der diese spezifische Frage beantwortete. Während seines Aufenthalts in Rom, hörte Petrus von Berichten aus verschiedenen Gemeinden in Kleinasien, dass Christen oft wegen ihres Glaubens leiden mussten, obwohl sie nur versuchten, Gottes Willen zu
befolgen. Manchmal wurde der Widerstand in Gewalt ausgedrückt, wie im Erlebnis unseres fiktiven Sklaven. Aber oft erschien er in subtileren Formen: wie z.B. durch Lästerung und die Ablehnung durch die Familie, Kollegen und anderen aus ihrem sozialen Kreis. Wie sprach Petrus das „ungerechte" Leiden in den Gemeinden an, und was können wir heute davon lernen? Sein Hauptgedanke im 1. Petrusbrief ist es, Jesus als das Vorbild im Leiden darzustellen, besonders in seinem Tod am Kreuz. In dieser kleinen Meditation wollen wir vier Prinzipien ansehen, die die ersten Leser des Briefes und auch wir in solchen Situationen umsetzen können.
Erstens, fordert Petrus seine Leser auf, wie Jesus niemals zu leiden, weil sie etwas Böses gemacht haben, sondern nur weil sie Gottes Willen („Gutestun") tun (2,22; 3,14-17. 4,14-16). Petrus macht deutlich, dass nur solches Leiden Gott gefallen kann (2,20). Zweitens, fordert Petrus seine Leser auf, wie Jesus niemals in ihrem Leiden zu sündigen. Als Jesus am Kreuz hing, hat er nicht versucht Böses mit Bösem zu vergelten (2,23), sondern er hat sich selbst Gott anvertraut und wartete auf Gottes gerechtes Gericht. Petrus' Argumentation ist klar, wenn der Sohn Gottes, dessen Recht es ist Menschen zu richten, in seinem eigenen Leiden darauf verzichtet,
wie können Christen sich das Recht heraus nehmen, selbst Rache zu üben? Drittens fordert Petrus seine Leser auf, wie auch Jesus, Gott ihr Leben zur Verfügung zu stellen, um Gottes Heil zu bewirken. In seinem Tod hat Jesus sich als das unschuldige Lamm Gottes für die Sünden der Menschen geopfert (1,17-18; 2,24a). Da er bereit war als Gerechter zu leiden, war es möglich für Menschen zu Gott zu kommen
(3,18). Obwohl Jesu Tat einmalig war, meint Petrus, dass die Gläubigen durch ihre Bereitschaft als Unschuldige zu leiden, auch immer die Möglichkeit haben, dadurch ihre Beziehung zu Gott und die Hoffnung die sie auf ihn setzen zu bezeugen (3,1.15-16). Viertens fordert Petrus seine Leser auf, wie Christus, in jeder Leidenssituation eine Ewigkeitsperspektive zu behalten. Christus hat vor seiner Verherrlichung gelitten. Ebenso, benutzt Gott Leidenssituationen im Leben jedes Gläubigen um ihren Glauben zu prüfen, damit er Teil an der eschatologischen Freude haben kann (1,6-7; 4,12-13).
An dieser Stelle sollten wir erkennen, dass Petrus Botschaft im 1.Petrus, die an Christen, die „ungerechtes" Leiden erfahren geschrieben war, nicht nur für sie bestimmt ist, sondern auch uns zugedacht ist. Jesus als Vorbild im Leiden bleibt auch für uns heute sehr aktuell. Mögen wir den Mut haben, in jeder Leidenssituation fest in unserem Glauben zu bleiben, indem wir auf unseren Herrn schauen und aus der Kraft des Heiligen Geistes leben.
(Dr. Markus Klausli, Dozent für NT an der AWM in Korntal)
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