Zu allen Zeiten existierte dieses Problem, dass Worte an Gott gerichtet in starkem Widerspruch zum Leben standen. So spricht Gott zum Volk Israel in Maleachi 1,6: „Ein Sohn soll seinen Vater ehren und ein Knecht seinen Herrn! Bin ich nun Vater, wo ist meine Ehre? Bin ich Herr, wo ist die Furcht vor mir?“ Auch im Neuen Testament spricht Jesus in Lukas 6,46: „Was heißet ihr mich aber «Herr, Herr» und tut nicht, was ich sage?“ Aus diesen Bibelstellen wird deutlich, dass Gott vielmehr erwartet, als bloße Worte.
Als Zweites erwartet Gott von uns Menschen eine Bereitschaft zum Gehorsam. Jesus sagte es sehr passend in Matthäus 7,21: „Nicht jeder, der zu mir sagt: «Herr, Herr», wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“ Oft denken wir ein moralisch richtiges Leben zu leben reicht schon aus um Gottes Willen zu erfüllen. Aber ich denke es ist noch viel mehr als das. Gott möchte, dass wir seine Träume träumen und Seinen Schmerz für die Welt mittragen. Gott möchte „dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1.Tim. 2,4). Gott sehnt sich danach die ganze Welt zu retten.
Was ist unsere Sehnsucht? Als der Apostel Thomas den Auferstanden Jesus erkannt hatte, sprach er: „…mein Herr und mein Gott.“ Das war keine bloße Anredefloskel. Diese Aussage wurde zum Lebensstil des Apostels. Er investierte sein Leben um auch den Heiden das Evangelium zu predigen. Die christliche Tradition berichtet über Thomas als einem Missionaren für den Osten. Er hatte die gute Nachricht bis nach Indien gebracht. Er lebte den Traum Gottes aus. Wenn wir Jesus nicht nur als Herrn anreden, sondern Er auch unser Herr ist, wird es unser ganzes Leben beeinflussen.
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