Washington/Abbotabad (idea) – In dem Haus, in dem sich
Terroristenführer Osama bin Laden bis zu seiner Erschießung im Mai
vergangenen Jahres versteckt hielt, sind zwei Bibeln gefunden worden.
Das berichtet die „Christian Post“
(Washington). Die Anlage im pakistanischen Abbotabad, in der Mitglieder
der US-Spezialeinheit Navy Seals den Anführer des Terrornetzwerks Al
Qaida bei einer Kommandoaktion getötet hatten, wird derzeit abgerissen.
Bei den beiden dabei gefundenen Bibeln handele es sich um Exemplare in
englischer Sprache. „Wir sind nicht sicher, warum die Bibeln dort
waren“, zitiert das Blatt einen pakistanischen Behördensprecher. Es gebe
jedoch verschiedene Theorien. So gingen einige Ermittler davon aus,
dass in den Bibeln möglicherweise Pläne für weitere Anschläge versteckt
sein könnten; einige Bibelstellen waren farblich markiert. An anderen
Stellen seien Seiten gefaltet worden. „Vielleicht war er auf der Suche
nach Abschnitten, an denen es um den Heiligen Krieg geht“, so der
Behördensprecher. Die beiden Bibeln sollten jetzt weiter untersucht
werden. Unklar ist indes, was mit dem Gelände geschieht, auf dem das
Haus stand, in dem sich bin Laden versteckt hielt. Während örtliche
Behörden dort ein Krankenhaus errichten möchten, hätten islamische
Extremisten offenbar Pläne, an der Stelle eine Moschee zu bauen und den
Platz so zu einem Wallfahrtsort für Anhänger des Terroristenführers zu
machen, heißt es in dem Bericht der „Christian Post“. Bin Laden war
unter anderem Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001 auf New
York und Washington mit fast 3.000 Toten.
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