Schwäbisch Gmünd (idea) – Nach jahrelangem Zuwachs ist
die Zahl der aus Deutschland entsandten evangelikalen Missionare 2011
erstmals zurückgegangen.
Das geht aus dem Jahresbericht der
Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) hervor, die vom 28.
Februar bis 1. März in Schwäbisch Gmünd tagt. Danach waren im
vergangenen Jahr 3.668 Mitarbeiter für die 103 Mitgliedswerke der AEM
weltweit im Einsatz. Das waren sechs Prozent weniger als 2010. Die AEM
ist aber nach wie vor der mit Abstand größte Missionsdachverband in
Deutschland. Der AEM-Vorsitzende, Missionsdirektor Detlef Blöcher
(Sinsheim bei Heidelberg), begründete die Entwicklung damit, dass die
Zahl junger Erwachsener in der Bevölkerung deutlich sinke. Das wirke
sich auch auf die evangelikale Jugendarbeit aus. „Und das ist der Teich,
in dem wir fischen“, sagte Blöcher im Blick auf die Nachwuchsgewinnung.
Allerdings sei das Interesse an Kurzzeiteinsätzen junger Christen in
der Weltmission nach wie vor ungebrochen stark. Blöcher äußerte zugleich
die Hoffnung, dass die wachsenden fremdsprachigen und internationalen
Gemeinden in Deutschland künftig mehr Missionare aussenden. Deren
Potenzial sei längst nicht ausgeschöpft. Nach der aktuellen
AEM-Statistik arbeiten die meisten Mitarbeiter der AEM-Werke in Europa
(1.137). Dahinter folgen Afrika (903), Asien (808) und Südamerika (709).
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