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Tote bei neuen Unruhen in Kirgistan


Tote bei neuen Unruhen in Kirgistan

Im zentralasiatischen Kirgistan ist es zwei Monate nach dem Sturz von Präsident Kurmanbek Bakijew erneut zu schweren Auseinandersetzungen gekommen. Dabei wurden im Süden des Landes nach Regierungsangaben mindestens 14 Menschen getötet. Die Region rund um die Stadt Osch gilt als Hochburg von Ex-Präsident Bakijew.

Mindestens 126 Menschen seien bei den nächtlichen Auseinandersetzungen verletzt worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Es werde mit einer noch höheren Opferzahl gerechnet. Die Übergangsregierung verhängte den Ausnahmezustand sowie eine nächtliche Ausgangssperre über Osch. Beides soll mindestens bis zum 20. Juni gelten.
Kirgistan

Alle verfügbaren Kräfte würden mobilisiert, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, sagte ein Regierungssprecher nach einer Sondersitzung des Kabinetts. Nach Angaben des Sprechers waren zwischen 1000 und 3000 Menschen an den Ausschreitungen beteiligt. Unter ihnen seien viele Jugendliche gewesen.
Viele Verletzte

Sie hätten sich mit Stahlstangen und bloßen Händen Straßenkämpfe geliefert. Ein Arzt in einem Krankenhaus in Osch berichtete, seit dem Abend seien mehr als 500 Menschen in die Klinik gekommen, die mit Messern verletzt worden seien. Nachdem Soldaten und gepanzerte Fahrzeuge eingetroffen seien, zerstreute sich die Menge. Ein Grund für den plötzlichen Ausbruch der Gewalt wurde nicht genannt.
Hintergrund:
Kirgistan
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Der Süden des Landes um die Stadt Osch war die Machtbasis des im April gestürzten Präsidenten Kurmanbek Bakijew war. Mitte Mai hatten sich Bakijew-Anhänger in Osch und Dschalal-Abad blutige Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften geliefert. Bakijew hat inzwischen Asyl in Weißrussland gefunden.

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