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Der Kampf gegen die weltweite Armut

Andreas Kusch und Thomas Schirrmacher (Hg.)
Der Kampf gegen die weltweite Armut – Aufgabe der Evangelischen Allianz?
Idea-Dokumentation 2/2009, Bonn: Verlag für Kultur und Wissenschaft, 2009

Im Jahr 2004 haben die Weltweite Evangelische Allianz und das Micha-Netzwerk die internationale Kampagne „Micah Challenge" gegründet. Mittlerweile gibt es Micha Kampagnen in 40 Ländern. 2005 hat sich die Deutsche Evangelische Allianz mit der Micha Initiative Deutschland dieser weltweiten Bewegung angeschlossen, in der Schweiz gibt es entsprechend die Initiative „StopArmut 2015". Die Micha-Initiative wird seitdem von einem breiten Unterstützerkreis getragen, dem verschiedene christliche Hilfs- und Missions-werke, Kirchen und Dachverbände angehören. Die Michainitiative will Entscheidungsträger motivieren, will Christen aus dem globalen Süden mit sol-chen aus dem Westen zusammenführen, um gemeinsam zu beraten, was am besten zu tun ist und welche Projekte vor Ort den größten Effekt haben. Das Leitmotto der Initiative ist ein Vers aus dem Buch des Propheten Micha: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir fordert, nämlich Recht tun und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott." (Micha 6,8).

Nun haben sich das Nachrichtenmagazin idea, das Hilfswerk Gebende Hände, die Akademie für Weltmission (AWM) in Korntal, die Deutsche Micha-Initiave, das Schweizer Gegenstück ‚StopArmut 2015` mit dem Jahrbuch des Martin Bucer Seminar zusammen zu einer breit angelegten Dokumentation zusammengetan. In ihr begründen Theologen, Missionswissenschaftler, Wirtschaftswissenschaftler und Entwicklungshelfer, warum das Anliegen der Micha-Initiative begründet ist und Christen nicht von biblischen und geistlichen Anliegen wegführt, sondern im Gegenteil aus der Botschaft des Evangeliums erwächst. Die evangelikale Bewegung teilt das Anliegen der UN und aller Menschen, dass die Armut im globalen Maßstab reduziert werden muss, will dies aber bewusst auf eine ihr eigene Art tun. So kann sie gleichzeitig die Gefahr politischer Rhetorik und die Beschränkungen staatlicher Entwick-lungshilfe, ja überhaupt die Herrschaft des Bösen in dieser Welt nüchtern an-sprechen, und zugleich an die verändernde Kraft des Evangeliums und der Liebe glauben, die gerade dort den Neuanfang und Gerechtigkeit schaffen kann, wo ihn keiner für möglich hält oder der Mut fehlt.

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